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Was ist ein Plasma?

Flüssig, wie Wasser, fest, wie Eis und gasförmig, wie der Wasserdampf beim Kochen - diese drei Aggregatzustände sind euch wahrscheinlich schon sehr geläufig. In der Plasmaforschung wird jedoch ein weiterer, vierter Aggregatzustand wichtig: das Plasma. Plasma ist ionisiertes Gas und entsteht, wenn man einem Gas sehr viel Energie hinzufügt. Das hört sich zunächst ziemlich kompliziert an, ist aber sehr praktisch für den Alltag. Denn auch wenn ihr von Plasma wahrscheinlich noch nie oder nur wenige Male gehört habt, kommt ihr jeden Tag damit in Berührung.

  • Plasma ist in Leuchtstoffröhren enthalten
  • Hüftgelenke und andere Prothesen werden mit Plasma sterilisiert und für den Einsatz im Menschen vorbereitet
  • mit Plasma beschichtete Folien dienen als Verpackungen und halten die Chips frisch
  • in PET-Flaschen wird mit Plasma eine dünne Schicht aufgetragen, die verhindert, dass die Kohlensäure entweicht
  • Plasma wird sogar in der Kosmetik eingesetzt
  • in der Natur findest du Plasma zum Beispiel in Form von Blitzen, Feuer und Nordlichtern

 

Plasma - der vierte Aggregatzustand

  • Plasma ist ein Gemisch aus neutralen und geladenen Teilchen.
  • Mehr als 99 % der sichtbaren Materie im Universum befindet sich im Plasmazustand.
  • Das typische Leuchten des Plasmas entsteht durch die Strahlung angeregter Gasatome, Ione oder Moleküle.

 

Anwendung von Plasma / Berufsfelder

  • Oberflächentechnik: Beschichtungen, Modifizierungen, Ätzungen
  • Werkstofftechnik: Reinigung, Plasmaoxidation, Materialabscheidungen
  • Beleuchtungstechnik: Energiesparlampen, Leuchtstofflampen, Bogenlampen
  • Analysentechnik: Plasmaveraschung, Spurennachweis von Metallen
  • Medizintechnik: Sterilisation von medizinischen Instrumenten, künstliche Gelenke und Prothesen
  • Plasmabildschirme

 

Erfahre Plasma in Experimenten


„Vergolde die Oberfläche“

Mit Plasmen kann man fast alle Oberflächen verändern, so dass sie besondere Eigenschaften bekommen: hart wie Diamant, wasserabweisend, benetzend, kratzfest, entspiegelt, verspiegelt, für den menschlichen Körper verträglich, "vergoldet“.

      
       „Lass es leuchten“

Plasmen benötigen Energie zum Überleben, zum Beispiel elektrische Energie aus Mikrowellen. Dabei bleiben die "Plasmakugeln" fast kalt. Die Elektronen sind jedoch etwa 50.000°C heiß und sorgen für faszinierende Leuchterscheinungen.


„Verbessere die Haftung“

Normalerweise ist die Oberfläche von Fingernägeln ungeladen. Mit einem “Plasmastick” wird die Oberfläche verändert. Nach der Plasmabehandlung weist der Fingernagel Ladungen auf. Wird der Fingernagel anschließend >lackiert, hält der Nagellack länger.

 

 

 

Bist du neugierig geworden?

Dann komm doch mal zu einer unserer Veranstaltungen vorbei und erfahre und experimentiere selbst, was ein Plasma ist und wozu man es verwenden kann. Unsere nächsten Veranstaltungen sind:

  • Girls' Day am 27.03.2014, Workshop "Aktionen mit Ionen - Entdecke die Kraft der Plasmen"
  • Tag der offenen Tür an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik am 09.04.2014